Einzeltherapie als präventive therapeutische Intervention für Kinder- und Jugendliche die Gewalt erlebt haben

Im Nachbargebäude (Haus Nr. 15) herrscht seit April 2012 ein reges Treiben, denn hier hat das Kitz sein Zuhause gefunden.
Es handelt sich hierbei um ein therapeutisches Angebot speziell für Kinder und Jugendliche (von 2-18 Jahre), die Gewalt in der Familie erleben oder erlebt haben.

Betroffenen Kindern und Jugendlichen soll hier die Möglichkeit gegeben werden, eine Therapie zu machen, um ihre innerfamiliären Gewalterlebnisse zeitnah und in einem bestimmten Rahmen aufarbeiten zu können.Hierfür stehen 3 Kindertherapieräume und ein großer Werkraum zur Verfügung. In diesen Räumen arbeiten sechshauptamtliche Teilzeitkräfte mit verschiedenen therapeutischen Fachrichtungen (Kunsttherapie, Sandspiel, systemische Kindertherapie, Psychodrama, Arbeit am Tonfeld®…).

Für die Arbeit im Kitz erstellte das Kinderschutz-Zentrum in langer Vorbereitungsphase eine ausführliche Konzeption, die verschiedene Bausteine enthält, wie speziell mit gewaltbetroffenen Kindern und Jugendlichen therapeutisch gearbeitet werden kann und die eine Vernetzung mit den Angeboten der Jugendhilfe vorsieht.
Download der Konzeption von Kitz
Diese therapeutische Frühintervention, die dank vielfacher Unterstützung in die Tat umgesetzt werden konnte,hat vor allem präventiven Charakter, sie soll nicht erst einsetzen, wenn Kinder auffällig werden, sondern unmittelbar dann, wenn das Hilfesystem von den Gewalthandlungen erfährt. Somit sollen generationsübergreifende Gewaltkreisläufe durchbrochen werden, denn erlebte Gewalt im Kindes- und Jugendalter ist ein hoher Risikofaktor für Gewaltanwendung und psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter.

Das Kitz ist ein Projekt, das bisher teil-regelfinanziert ist und bei dem wir sowohl in der Umsetzung als auch im weiteren Verlauf auf finanzielle Spenden angewiesene sind.
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